Bundeswehr: Panzerteile aus dem 3D-Drucker

Bundeswehr: Panzerteile aus dem 3D-Drucker

Die Bundeswehr prüft intensiv die Nutzung additiver Fertigungsverfahren. So sind nach einem Bericht unter anderem im Laboratorium Fertigungstechnik an der Universität der Bundeswehr in Hamburg und dem Wehrwissenschaftlichen Institut für Werk- und Betriebsstoffe (WIWeB) in Erding bereits unterschiedliche 3D-Drucker im Einsatz. Zunächst konzentriert sich die Bundeswehr auf die Erforschung der neuen Fertigungstechniken und erprobt die in Studien produzierten Bauteile. So wurde beispielsweise als Demonstrator ein stählerner Tragarm für das leichte Vollkettenfahrzeug Wiesel per 3D-Druck gefertigt und optimiert.

Ein Triebwerksspant eines Lenkflugkörpers und ein Munitionszuführungsrotor wurden bereits im letzten Jahr produziert und erfolgreich hinsichtlich der Funktion und Lebensdauer getestet. Im Ergebnis seien beide Systeme leistungsfähiger und auch kostengünstiger herzustellen als mit konventionell gefertigten Teilen. Bis Herbst soll das Logistikkommando der Bundeswehr prüfen, inwieweit sich additive Fertigungsverfahren bereits für den Einsatz eignen. Bevor 3D-Drucker aber beispielsweise in Afghanistan genutzt werden können, gilt es auch juristische Hürden zu nehmen: Fachleute müssen zuvor noch Haftungs- und Lizenzfragen von den additiv hergestellten Bauteilen klären.

Foto © Bundeswehr/Jane Schmidt | flickr.com

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