Prozesskette für industriellen 3D-Druck

Prozesskette für industriellen 3D-Druck

Der Werkzeugmaschinenbauer Trumpf hat auf der Fachmesse Formnext eine Prozesskette für industriellen 3D-Druck vorgestellt. Beginnend mit der Software für die 3D-Konstruktion und Fertigung bildet die Mittelformatmaschine TruPrint 3000 den Kern der Lösung. Ausgestattet mit zwei Vorratszylindern stehen für jeden Druckjob bis zu 75 Liter Pulver zur Verfügung, um mittels Laser Metal Fusion (LMF) metallische Bauteile bis zu einer Größe von bis zu 300 Millimeter im Durchmesser und 400 Millimeter in der Höhe zu fertigen. Durch das Wechselzylinderprinzip will Trumpf Stillstands- und Nebenzeiten senken und gleichzeitig die Produktivität der additiven Fertigung erhöhen.

Ergänzt wird die Prozesskette mit einer Siebstation, die das Pulver reinigt und für eine gleichbleibende Qualität sorgen soll. Das fertige Bauteil wird im abgedeckten Bauzylinder vom Drucker zur Entpackstation transportiert, wo es gereinigt und von der Substratplatte gelöst wird. Das überschüssige Material wird anschließend wieder der Siebstation zugeführt. Mit den Bau- und Vorratszylindern zielen die Anlage auf die Serienproduktion von komplexen metallischen Bauteilen ab.

Der ebenfalls vorgestellte TruPrint 5000 basiert auf dem Multilaserprinzip: Drei Laser arbeiten mit jeweils 500 Watt gleichzeitig überall in der Prozesskammer. Unabhängig von Anzahl und Geometrie der Bauteile können sie gleichzeitig im gesamten Bauraum belichten. Die integrierte Vorheizung von bis zu 500 Grad Celsius soll zusätzlich für eine hohe Bauteilqualität sorgen. Der geplante Marktstart für die Multilaser-Anlage ist laut Trumpf Ende 2017.

Foto © Trumpf Gruppe

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.