Serienfertigung stellt ganz neue Anforderungen an additive Verfahren

Serienfertigung stellt ganz neue Anforderungen an additive Verfahren

In einigen der anspruchsvollsten Branchen stehen additive Fertigungsverfahren an der Schwelle zur Serienfertigung. Das birgt eine Kombination von Herausforderungen: „Als neue Maßstäbe für unsere Branche gelten ab sofort die Hocheffizienz der Automobilbranche, die Verlässlichkeit des Flugzeugbaus und die hundertprozentige Rückverfolgbarkeit der Medizintechnik. Gefühlt ist dies eine Abkehr vom gewohnten 3D-Druck-Pfad, tatsächlich sind viele Voraussetzungen schon geschaffen“, erläutert Stefaan Motte, Vizepräsident der Software Business Unit bei Materialise.

Sein Unternehmen setzt jetzt in neuen Software-Werkzeugen und Funktionen den Fokus auf Effizienz und Wiederholbarkeit. So müssen additive Verfahren so gestaltet werden, dass sie sich problemlos in komplexe Systeme einfügen. „Dazu müssen wir eine holistische Perspektive einnehmen. Es ist dann unsere Aufgabe, alle Schritte des AM-Verfahrens nahtlos miteinander zu verknüpfen, den Prozess genauestens zu kontrollieren und ihn mit angrenzenden Produktionsabläufen zu integrieren. Realisieren können wir das größtenteils durch Software. Diese Software muss aber, damit es in der Welt der Serienproduktion auch funktioniert, offen und agnostisch sein. Sie muss den Nutzer hilfreich unterstützen und Kollaboration ermöglichen. Das ist bei vielen Anbietern noch nicht immer der Fall“, erklärt Motte. „Ich wage die Prognose, dass die letzten verbleibenden Insellösungen im Bereich AM-Software dem Druck sich zu öffnen nicht mehr lange standhalten werden.“

Screenshot © Materialise NV

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